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Eine Reise durch Botswana zu den Viktoria Fällen

Im Anschluss an meine letzte Reise durch Namibia fuhr ich weiter nach Botswana.. Die Fahrt ging zunächst durch die  Kalahari, wo ich ein Buschmann-Dorf besuchte. Anschließend flog ich über das Okavango-Delta und ging im Moremi Game Reserve sowie im Chobe Nationalpark auf Safari. Abschluss der Reise bildet ein Besuch der Viktoria-Fälle.

Immer mehr nutzen Farmer Buschland als Weideland. Die hier lebenden Raubkatzen durchstreifen das Land und reißen das Vieh der Farmer. Viel Farmer jagen die Raubkatzen, so dass deren Bestand bedroht ist. Andere, wie hier auf der Zelda-Lodge, halten sie in großen Gehegen, um sie später in Nationalparks umzusiedeln.

An der Grenze zu Botswana übernachtete ich in der Zelda Lodge, einer privat geführten Gästefarm. Mit dem Jeep durchstreiften wir das riesige Farmgelände und beobachteten die verschiedensten Antilopenarten. In einem Gehege auf der Farm werden auch etliche Geparden sowie ein Leopard gehalten.

Zu den “Big Five” gehört neben Elefant, Nashorn, Löwe und Büffel auch der Leopard. Letzteren konnte ich allerdings nicht in freier Natur, sondern nur im Gehege beobachten.

Ihrer natürlichen Lebensgrundlage beraubt mag man allenfalls in der Central Kalahari noch einige wenige  Buschmänner finden, die auf traditioneller Weise als wandernde Steppenbewohner leben.

 

Für uns haben sie T-Shirt und Jeans abgelegt und die ihre traditionelle Kleidung aus gegerbten Tierhäuten angezogen.

Frauen und Kinder sitzen um die Feuerstelle, während die Männer zu dem Gesang der Frauen die Tänze aufführen.

In der Nähe der Lodge besuchte ich ein Buschmann Dorf. Die Buschmänner oder Buschleute zählen zur Urbevölkerung des südlichen Afrikas. Als Sammler und Jäger durchstreiften sie das Land, bis die Einwanderer ihnen das Land streitig machten.

Viele haben auf Farmen Arbeit gefunden und damit ihre traditionelle Lebensweise aufgegeben. In dem Buschmann-Dorf, das ich besuchte, versucht der Familienverband, seine Riten und Gebräuche zu bewahren bzw. an ihre Nachfahren weiterzugeben.

06 Frauen mit Kind

 

Am frühen Abend führen sie uns ihre Tänze vor. Die Tänze haben einen thematischen Inhalt: so werden zum Beispiel der Regen herbeigerufen oder Jagdszenen nachgestellt.

Im Tanz werden die charakteristischen Eigenschaften der verschiedensten Tiere dargestellt und dabei auch die Tierlaute imitiert. Auf diese Weise dient der Tanz auch der Unterrichtung     der Kinder. Sie lernen durch  Beobachtung und Nachahmung.

Auf dem Trans-Kalahari-Highway, der 1998 fertig gestellt wurde, geht die Reise weiter Richtung Moremi Nationalpark. Es ist eine schnurgerade Straße, die bis nach Johannesburg führt. Für ein wenig Abwechslung auf dieser eintönigen Fahrt sorgen ein mächtiger Baobab sowie Antilopen in der angrenzenden Steppe.

 

Sein Wasser erhält der Fluss während der Regenzeit in Angola. Erst nach 6 Monaten erreicht die Flutwelle die Kalahari, also zu einer Zeit, wenn hier bereits Trockenzeit herrscht. In Mitten der weiten Wüstenlandschaft entsteht ein riesiges Delta mit fruchtbarem Schwemmland und üppiger Vegetation. Damit wird auch verständlich, dass sich zu dieser Zeit viele Tiere hier einfinden.

Am Folgetag fahren mit einem Geländewagen in den Moremi      National Park. Die Tierwelt ist ähnlich faszinierend wie ich sie in Namibia kennen gelernt habe.

Ein enger Verwandter des Wasserbockes ist die Moorantilope. Auch diese Antilopenart findet seine Nahrung im seichten Wasser. Sie ernähren sich von Sumpfgräsern und Wasserpflanzen.

In Wassernähe sind die unterschiedlichsten Vögeln anzutreffen: verschiedene Reiherarten und Störche, Löffler, Nimmersatt u.v.a.m. Auch Nilgänse sind zu sehen. Diese kann man inzwischen auch bei uns zu Hause entdecken und beobachten.

Schließlich erreichten wir Maun. Der Ort gilt als Botswanas “Safari-Hauptstadt”, da er als Ausgangspunkt für Touren ins Okavango-Delta dient. Der Okavango ist mit 1600 km einer der längsten Flüsse Afrikas. Er entspringt im Hochland von Angola, um schließlich weit verzweigt in der Kalahari zu versickern.

Den besten Eindruck von dem Delta bekommt man bei einem Flug über die Wasserlandschaft. Unter uns sind riesige Elefanten- und Büffelherden auszumachen.

Auf Grund der Sumpflandschaft sieht man hier auch Tiere, die in der trockenen Steppe nicht anzutreffen sind. So sind hier viele Wasserböcke zu beobachten. Auch sie werden zu den Antilopen gerechnet. Auffällig ist ihr dichtes Fell, das einen Wasser abweisenden Effekt hat. Bei Wasserböcken haben nur die männlichen Tiere Hörner.

Auch den farbenprächtigsten Vogel Afrikas - die Gabelracke - konnte ich im Moremi Nationalpark entdecken.

 

Von Maun fahren wir weiter Richtung Westen nach Nata. Die Gegend ist nur spärlich bewohnt. Nur einige Streusiedlungen mit den typischen Rundhäusern liegen auf unserem Weg. 

Eine Oase in dieser trockenen Landschaft ist die Nata Lodge. Eine Lodge unter privater Führung mit wunderschönen Chalets und einem sauberen Swimmingpool.

Am Abend konnten wir auf der Lodge Buschbabies beobachten. Es sind nachtaktive Tiere, die bei einer Körperlänge von max. 20 cm mit ihren großen runden Augen und buschigem Schwanz auffallen.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter Richtung Kasane im Norden von Botswana. Hier ist am Chobe River der gleichnamige Nationalpark gelegen.

Von hier aus kann man mit dem Jeep oder mit Booten zu Tierbeobachtungen starten. Beeindruckt war ich von den riesigen Elefantenherden. Gemächlichen Schrittes zogen sie dicht an unserem Jeep vorbei.

Mit seinen gewundenen Hörnern hinterlässt der Kudu einen imposanten und stolzen Eindruck. Trotz seiner Größe ist er flink und zu gewaltigen Sprüngen fähig.

Der Schreiseeadler hält von Bäumen Ausschau nach Beute. Mit seinem weiß gefiederten Kopf ist er leicht zu erkennen. Er ernährt sich vorwiegend von Fischen und anderen Kleintieren, die am Ufer des Flusses leben.

Im Chobe River trafen wir immer wieder auf große Rudel von Flusspferden. Am späten Nachmittag kommen sie zum Fressen ans Land. Ansonsten halten sich die “Hippos” primär im Wasser auf.

Am Ufer des Chobe sonnten sich etliche Krokodile. Jederzeit bereit zu zuschnappen, wirkt  ein Krokodil mit seinem weit geöffneten Maul immer wieder Furcht erregend.

Am Ende der Reise stand ein Besuch der Viktoria-Fälle auf dem Programm. Ursprünglich war vorgesehen, diese von Zimbabwe aus zu besuchen. Auf Grund  einer Einreisewarnung des Auswärtigen Amtes wechselten wir bei Kazungula über den Zambezi nach Zambia und gelangten von dieser Seite zu den Fällen.

Seinen Abfluss hat der Zambezi durch eine enge Schlucht. Diese nimmt einen Zick-Zack-förmigen Verlauf und stellt aufgrund der vielen Stromschnellen für Freunde des Raftings eine Herausforderung dar.

 

Die Straße führt durch die Makgadikgadi Pan. Mit über 6.500 km²  ist sie die größte Salzpfanne unserer Erde. Nur selten gelangt Wasser aus dem Okavango bis hierher in die Pfanne.

 

Die Chalets stehen zwischen Makalani Palmen. Diese tragen gerade ihre Früchte in dichten Trauben. Die Kerne dieser Früchte werden oft mit Schnitzereien versehen und anschließend auf Märkten verkauft.

Ein Ausflug führte uns auch hinaus auf eine Salzpfanne. Auf der völlig vegetationslosen Sowa Pan genossen wir bei einem “sun-downer” die unheimliche Ruhe, die Einsamkeit und einen phantastischen Sonnenuntergang.

Waren wir von unseren bisherigen Unterkünften bereits positiv überrascht, so stellte die Chobe Game Lodge alles Bisherige in den Schatten. Traumhaft schön am Fluß gelegen mit großzügigen Zimmern und Blick auf den Chobe. Auf dem weitläufigen Gelände tummelten sich etliche Warzenschweine, Affen und andere Tiere.

Löwen sind tagsüber selten zu sehen. Sie verstecken sich gerne im Dickicht. Mit dem untrainierten Auge des Touristen sind sie somit oft nicht ausfindig zu machen.

Große Büffelherden durchstreifen den Nationalpark. Da sie als recht angriffslustig gelten, näherten wir uns ihnen mit großer Vorsicht.

Höhepunkte unseres Aufenthaltes im Chobe Nationalpark waren die Flussfahrten. Vom langsam dahin gleitenden Boot konnte man den Tieren an Land aber auch im Wasser zusehen.

Der Chobe ist zwar relativ flach, jedoch hat er eine beachtliche Breite. Um so erstaunter war ich, dass Elefanten den Fluss durchschreiten, um auf der anderen Flussseite zu fressen. Dies, obwohl es auf beiden Uferseiten genügend Nahrung gibt.

Die Flussfahrten dauerten mehrere Stunden und endeten erst nach Sonnenuntergang. Diesen genossen wir bei südafrikanischem Wein in herrlicher Umgebung.

Die Viktoria-Falls zählen zu den großen Weltwundern. Über eine Breite von 1700 m stürzen hier die Wasser- massen des Zambezi über 100 m in eine tiefe Schlucht. Während der Regenzeit ist die Wassergicht noch aus weiter Entfernung zu sehen. Daher werden die Fälle von den Einheimischen auch “Mosi oa tunya” genannt (“Hier tobt der Rauch” oder “Der Rauch, der donnert”).

Den besten Eindruck von den Fällen gewinnt man bei einem Rundflug über die Fälle. Dies lohnt jedoch nur wenn der Zambezi wenig Wasser führt, ansonsten ist die Sicht durch die Gischt stark beeinträchtigt.