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Marokko - Atlas-Gebirge

Angeregt durch Berichterstattung in den Medien traten wir 2015 eine Reise nach Marokko an. Viel hatten wir schon von dem Land der Berber gehört. Jetzt wollten wir eintauchen in die “Perle de Südens” und bei einem Trekking den Hohen Atlas durchwandern.

Ein Flug über Madrid brachte uns nach Marrakesch. Wir unternahmen die Reise zu dritt. Mit dabei war auch diesmal Heidis Bruder Andreas. Wir wohnten in einem Riad. Riad bedeutet aus dem Arabischen übersetzt “Garten”. Unser Riad lag versteckt in einer Seitengasse und war ideal als Ausgangspunkt für Besichtigungstouren in der Medina, dem Zentrum der Stadt. Das 3-stöckige Haus hat einen Innenhof mit kleinem Pool. 

002 Marrakesch Riad Dar Al Amane

In unmittelbarer Nähe zu unserem Riad lag die Kasbah Moschee (Moulay Al Yazid Moschee). Sie wurde im 12. Jahrhundert errichtet und ist das einzig erhaltene Bauwerk der Almohaden (1147-1269) in Marrakesch. Die Moschee ist nur für Muslime geöffnet, besichtigen konnten wir jedoch eine Gartenanlage, die an die Moschee angrenzt. Zu der Anlage gehören auch zwei Mausoleen, die die Gräber mehrerer Sultane aus der Zeit der Saadier beherbergen.

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Vorbei ging es an der Koutoubia Moschee, die Mitte des 12. Jh. erbaut wurde. Ihr Minarett ist das Wahrzeichen der Stadt, leider auch nur von außen zu bewundern.

011 Marrakesch

Um so überraschter waren wir von dem regen Treiben in der Stadt. Straßenhändler, Verkaufstände für Nüsse, Trockenfrüchte und frisch gepressten Saft, Schlangenbeschwörer, Wasserverkäufer, Gaukler, Frauen, die Henna-Tattos anbieten u. v. a. mehr prägten das quirlige Bild.

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Mit einbrechender Dunkelheit und sinkender Temperatur wachte die Stadt jetzt erst richtig auf.

028 Djemaa El Fna

Heute ist der Platz das pulsierende Zentrum der Stadt und das größte Freiluftrestaurant Marokkos. Eine Garküche reiht sich an die andere. Auch wir lassen uns verwöhnen. Fleischspieße. Couscous, Gemüse - alles wird vor unseren Augen frisch zubereitet.

 

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Nach gut 5 Stunden Fahrzeit hatten wir Arous im Bouguemez-Tal erreicht. Hier warteten wir auf unsere Begleitmannschaft. Neben Heidi, Andreas und mir gehörten zu unserer Mannschaft unser Führer Mohammed Kadaoui, ein Koch sowie ein Eselstreiber mit vier Mulis.

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Eine gemütliche Wanderung entlang eines Flusslaufes.

054 1. Trekking-Tag

Am nächsten Tag erfolgte der Aufstieg zum Tizi Tarkedit (3450 m) - Tizi=Pass. Wir waren alleine unterwegs. Stetig ging es bergauf. Die letzten Höhenmeter ging es steil über Serpentinen hinauf. Zum ersten Mal hatten wir einen Rundblick über die Gipfel den M’Goun-Nationalparks.

Lager M'Goun

Das Lager war unser Ausgangspunkt für die Besteigung des Jebel M’Goun.

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Als wir die Passhöhe erreichen wähnten wir uns schon fast am Gipfel. Doch da sollten wir uns getäuscht haben.

077 M'goun

Endlich hatten wir den Gipfel des Jebel M’Goun (4060 m) erreicht. Er ist der zweithöchste Berg im Atlasgebirge. Phantastisch das Panorama. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Oft zwingen Sturm und Kälte zum raschen Abstieg. Lange blieben wir auf dem Gipfel und genossen die Aussicht.

082 Blick zurück aufs Plateau Tarkedit

Wir durchqueren das Tassaoute-Plateau. Spärlich ist die Vegetation. Unvorstellbar, dass in dieser Einöde Menschen leben.

086 Plateau Tassaoute

Ein einsamer Weg durch eine karge Landschaft. Von hier stiegen wir ins Tal nach Tazgaiwalt  hinab.

095 im Tal Tazgaiwalt

Es ist ein archaisches Leben. Das Tal ist zwar fruchtbar. Doch in geringer Entfernung zum Flussbett und mit jedem Höhenmeter wird die Landschaft karger und das Leben härter.

093 im Tal Tazgaiwalt

Wir verließen das Tal in südwestliche Richtung und erreichten das Dorf Megdaz.

 099a Lager Megdaz

Am Ortsrand hatten wir einen herrlicher Lagerplatz unter Walnussbäumen. Bei angenehmen Temperaturen nahmen wir unser Lunch und Dinner im Freien ein.

109 Lager Megdaz

Am nächsten Tag ging es über den Megdaz-Pass.

113 bei Megdaz

Eine Tagesetappe, die nicht enden wollte. Es war staubig und heiß.  Zu unserer Überraschung kamen wir auch hier an kleinen Siedlungen vorbei. Bewohner sahen wir nicht. Doch Hundegebell zeugten davon, dass auch in dieser Einöde Menschen leben. Halbnomaden verbringen hier die Sommermonate .Im stetigen Auf und Ab querten wir die Weiden von Tagought.

115 Aufstieg zum Medgaz Pass

 

An unserem Lagerplatz waren wir nicht allein. Eine Gruppe junger Männer hatten eine Ziege geschlachtet und brieten das Fleisch nun am Feuer. Am Abend hatten sie den Lagerplatz verlassen.  Wohin und wie lange sie unterwegs sein werden bleibt uns ein Rätsel.

122 Lager Fedhat Pass

Den See hatten wir um die Mittagszeit erreicht. Man hatte ein Zelt zum Schutz vor der Sonne aufgeschlagen. Nach dem Lunch nahmen wir ein Bad im See. In der Mittagshitze war das Bad in dem glasklaren Wasser ein unbeschreiblicher Genuß. Zu unserer Überraschung war die Wassertemperaturen sogar sehr angenehm.

Tamda-See 1

Am nächsten Tag folgte unsere letzte Etappe. Wir wanderten durch das Qunila-Tal. Die Vegetation wurde wieder üppiger.

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Nach Tagen in der Abgeschiedenheit, fernab jeder Straße, hatten wir unseren letzten Lagerplatz bei Telouet erreicht. Eine asphaltierte Straße führte in unmittelbarer Nähe vorbei. Sie führte zur Kasbah von Telouet.

 
143 im Ounila-Tal1

Am nächsten Tag wurden wir mit einem Bus abholt. Auf dem Weg zurück nach Marrakesch besuchen wir eine Cooperative, in der Frauen Argon-Öl herstellen.

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Zurück in Marrakesch durchstreiften wir nochmals die Medina - die Altstadt. Wir besuchten die Souks, ein weit verzweigter Bazar mit den verschiedensten Geschäften. Gewürze, Teppiche, Kunsthandwerk, sämtliche Waren des täglichen Gebrauches kann man hier erstehen.

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Die Gerüche der Garküchen, der in den Nachthimmel aufsteigende Rauch, das Stimmengewirr der Gaukler und Verkäufer - dieser Platz hinterläßt bleibende Eindrücke.

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Fenster und Balkon sind zum Innenhof ausgerichtet. Die dicken Mauern sollen ganzjährig für angenehmen Temperaturen sorgen. Dennoch waren wir froh, dass unser Zimmer eine Klimaanlage hatte. Im Juli 2015 lagen die Temperaturen tagsüber regelmäßig über 40 Grad.

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Bei unserem Spaziergang durch die Altstadt steuerten wir natürlich den zentralen Platz der Medina an: “Djemaa el Fna”

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Bei unseren Reisen hatten wir schon viele Wetterextreme erfahren. Doch die Temperaturen im Juli 2015 schlugen alle Rekorde. Es war unerträglich heiß und unser Rundgang durch die Medina glich schon fast einer Tortour.

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Auf Grund der brütenden Hitze zogen wir uns bald in unserer Riad zurück und brachen am Abend dann erneut zum Stadtrundgang auf.

032 Djemaa El Fna

Wieder steueren wir den “Djemaa el Fna an” Früher zur Zeit der Almohaden diente der Platz als Hinrichtungsstätte. Daher leitet sich auch der arabische Name ab: “Versammlung der Toten”.

036 Djemaa El Fna

Dann brachen wir zur unserem Trekking auf. Von Marrakesch fuhren wir mit einem Bus in den hohen Atlas. Unterwegs legten wir einen Stopp an den Kaskaden von Ouzoud ein. Wasserfälle, die sich über 110 m über mehrer Kaskaden in die Tiefe stürzen.

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Nachdem unser Gepäck auf die Mulis verladen war, wanderten wir noch etwa 3 Stunden zu unserem ersten Lagerplatz bei Azib n‘Ikkis (2300 m).

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Gerade noch rechtzeitig hatten wir unsere Zelte aufgebaut bevor ein Gewitter über unser Lager hernieder ging. Am Abend lernten wir dann die Kochkünste unseres Kochs kennen. Das Essen war hervorragend: Hühnchen, Gemüse, Salat, Kartoffel und Reis. Zum Essen saßen wir auf Decken in einem großen Mannschaftszelt. Zum Trinken wurde Minzetee gereicht - mit viel Zucker. Daran sollten wir uns in den nächsten Tagen erst noch gewöhnen müssen.

 
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Es folgte der Abstieg zum Hochplateau von Tarkedit. In der Nähe der Tassaoute-Quelle errichten wir unser Lager (2900 m).

066 M'goun

Gegen 5 Uhr brachen wir zum Gipfel auf. Der Weg folgt einem alten Karawanen-Weg der Tuareg-Nomaden.

072 M'goun

Über einen nicht enden wollenden breiten Grat ging es im Auf und Ab zum Gipfel.

M'Goun

Am nächsten Tag setzten wir unser Trekking fort. Wir durchquerten das Tarkedit-Plateau und stiegen zum Pass Sdremt (3200 m) auf.

085 Plateau Tassaoute

Und dennoch: wie aus dem Nichts tauchte eine vor uns eine Ziegenherde auf. Und bald darauf trafen auch auf Kinder, die die Ziegenherde hüteten.

088 Abstieg ins Tal Tazgaiwalt

Unsere weitere Route folgte dem Verlauf des Tassaout-Tales. Wir passierten kleine Berber-Dörfer. Dabei konnten wir einen Eindruck vom bäuerlichen Leben der hiesigen Bevölkerung gewinnen.

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Vorbei ging es an Äcker und Felder. In einer Gegend wo es keine Straßen gibt, gibt es auch keine landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Mit einfachen Mitteln werden die Felder bestellt. Gelegentlich sahen wir einen Ochsenkarren.

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Es ist das erste größere Dorf auf unserem Weg. Mehrstöckige Lehmhauser kleben am Berg. Enge Gassen winden sich den Hang hinauf.

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Im Dorf konnten wir Coca-Cola kaufen, eine willkommene Abwechselung zum Minzetee.

110 Picknick

Nach kurzer Wegstrecke lag das fruchtbare Tal bereits hinter uns. Vor uns breitete sich eine karge Hochebene aus. Kleinwüchsige Disteln waren die einzige Vegetation, ansonsten prägten rotes Gestein und Sand die Landschaft. 

114 Aufstieg zum Medgaz Pass

In weiter Ferne sahen wir den Fedghat-Pass. Dort in der Nähe sollte unser nächstes Lager sein.

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Am nächsten Tag stiegen wir zum Tamda-See (2700 m) hinab.

128 Tamda-See

Nach der Mittagspause wanderten wir zu unserem Lager bei Anefergal weiter.

135 Lager Anefergal

Auf unserem Weg lagen auch wieder größere Dörfer. Ein Zeichen, dass die Gegend recht fruchtbar ist und auch eine größere Personenzahl ernähren kann.

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 Die Kasbah ist eine der größten und bedeutendsten Lehmburgen der Region und entstand Mitte des 19. Jahrhunderts. Die einst prächtige Burg, in der früher um die 1000 Personen lebten, verfällt zusehends. Ihren früheren Reichtum verdankte sie ihrer Lage an der  Karawanenstraße nach Marrakesch.

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Die Frauen zerhauen die Nüsse mit einem Stein. Die Mandeln werden anschließend mit einer Handmühle zu einem Brei zermalen, aus dem das Öl gewonnen wird.

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Am Abend statteten wir noch mal dem Djemaa el Fna ein Besuch ab.  

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