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Neuseeland  -  Südinsel

 

Unsere B&B Unterkunft lag hoch auf dem Scarborough Hill und eröffnete einen herrlichen Panoramablick auf den Pazifik und den Stadtteil Sumner.

Ende Juli 2007 flogen wir von Frankfurt mit United Arab Emirates via Dubai und Sydney nach Neuseeland. Nach einem 26-stündigen Flug landeten wir in Christchurch. Da wir für unseren Urlaub, einschliesslich eines einwöchigen Aufenthaltes in Sydney, nur 4 Wochen eingeplant hatten, verzichteten wir auf einen Zwischenstopp in Hongkong oder Bangkok. Entsprechend müde kamen wir in Christchurch an. Am Flughafen nahmen wir unseren Mietwagen in Empfang und steuerten unsere erste Bleibe im Stadtteil Scarborough an.

Über gut ausgebaute und kaum befahrene Strassen ging es am nächsten Tag ins Landesinnere. Erstes Etappenziel war Lake Tekapo. Tekapo ist ein boomender Ferienort. Dies verdankt es seiner malerischen Lage am See, der von schneebedeckten Bergen eingerahmt wird.

In der Nacht hatte es geschneit. Doch am nächsten Morgen begrüsste uns ein strahlend blauer Himmel. Einem Ausflug auf den Mt. John stand nichts im Wege. Auf seinem Gipfel befindet sich ein Observatorium. Für uns bot sich ein herrlicher Blick auf den Lake Tekapo und die umgebenden Schneeberge.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Christchurch, mit ca. 350.000 Einwohner drittgrösste Stadt Neuseeland. Unser Spaziergang führte von Cathedral Square zum Botanischen Garten. Jetzt im Neuseeländischen Winter waren nur wenige Touristen hier und die Stadt machten einen etwas verschlafenen Eindruck.

Daher fuhren wir am Nachmittag nach Lyttelton, 12 km südöstlich von Christchurch. Hier gingen 1850 die ersten europäischen Siedler an Land. Wir unternahmen eine Wanderung zu den Port Hills, von denen man einen schönen Blick auf den Naturhafen hat.

Am See liegt die kleine Church of Good Shepherd. Wegen seiner malerischen Lage wird sie gerne für Hochzeiten genutzt.

Queenstown ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt für alle Arten des Wassersportes, u. a. Wasserski-Gleitschirmfliegen, jet-boat-Touren oder Wildwasser-Rafting. Aber auch Drachenflieger und Paraglider kommen hier auf ihre Kosten. Im Winter ist Queenstown eines der größten Ski-Zentren des Landes.

Im Sommer ein einfacher, wenn auch anstrengender Höhenweg. Jetzt im Winter mussten wir uns die letzten 300 Höhenmeter durch unberührten Schnee zum Gipfel empor kämpfen.

Der Queenstown Hill ist zwar nur 907 m hoch, doch ein herrlicher Aussichtsberg. Im Westen der Ben Lomond, unser Gipfel vom Vortag.

 

Wir fahren weiter nach Queenstown. Dem Mekka des Fun-Sports. Kurz vor Queenstown in der Kawarau Schlucht liegt die erste kommerzielle Bungee-Location. Mutige können sich sich von einer Brücke 43 m in die Tiefe stürzen.

Aber auch Wanderer und Bergsteiger finden hier lohnende Ziele. Wir bestiegen den 1746 m hohen Ben Lomond.

Am nächsten Tag gingen wir es geruhsamer an. Wir wanderten zum Queenstown Hill. Kurz unterhalb des Gipfels hat Caroline Robinson ihr “Basket of Dreams” platziert. Ein idealer Ort, um sich von der Landschaft inspirieren zu lassen und von der Zukunft zu träumen.

Im Norden sieht man den Coronet Peak, das Skigebiet von Queenstown. Im Süden liegen der Lake Wakatipu bzw. die Remarkables.

Bis Ende des 19. Jahrhundert war Queenstown eine Goldgräberstadt. Der Lake Wakatipu diente früher als Transportweg. Als letztes Schiff aus dieser Zeit fährt noch der Dampfer “TSS Earnslaw” auf dem See.

Zu Arrowtown gehört auch die “chinesische Siedlung”. Ende des 19. Jahrhunderts kamen viele Chinesen hierher, um nach Gold zu schürfen. Einige ihrer Hütten wurden restauriert und sind Teil eines Museums zur Geschichte des Goldrausches.

Unser nächstes Ziel war Lake Wanaka. Unterwegs machten wir einen Abstecher nach Arrowtown. Auch dieser Ort entstand während der Goldgräberzeit. Etliche Häuser aus dieser Zeit sind noch im Original- zustand erhalten.

Von Queenstown zum Lake Wanaka über die Crown Range sind es nur 120 km. Um uns einen Überblick über die Region zu verschaffen, stiegen wir auf den Mt. Iron, einem Aussichtsberg im Süden des Ortes.

Vom Mt. Iron sahen wir unser nächstes Ziel, den Mt. Roy. Bei besten Wetter traten wir den Aufstieg an.

Am nächsten Tag ging es weiter zur West Coast. Wir erreichten die Westküste bei Haast. Hier branden die Wellen der Tasman-See an die Küste. Der schmale Küstenstreifen ist die regenreichste Region des Landes.

 

Wir hatten uns erhofft, vom Gipfel den Mt. Aspiring sehen zu können. Doch bald zogen dunkle Wolken auf und nahmen uns am Gipfel jede Sicht.

Bei Ship Creek und an der Monro Beach unternahmen wir Wanderungen. Durch dunklen Urwald gelangt man an die Küste. Hier ziehen zu dieser Jahreszeit Robben und Pinguine ihren Nachwuchs auf. Als wir ankamen waren sie jedoch “unterwegs”.

Eindrucksvoll sind die Pancake Rocks in der Nähe von Punakaiki. Ein ständiger Prozess von Ablagerung und Erosion hat die “Pfannkuchen” entstehen lassen. Bei Flut und entsprechender Brandung drückt das Wasser in die darunter liegenden Höhlen, um dann mit Getöse aus den Spritzlöchern herauszuschiessen.

Die Westküste ist kaum besiedelt. Während des Goldrausches gab es auch grössere Städte, heute wirkt die Region verlassen. Ein dichter Regenwald mit baumhohen Farnen breitet sich hier aus

Auf einen Ausflug zum Franz-Josef- bzw. Fox-Gletscher mussten wir verzichten. An diesem Tag regnete es kübelweise. Diese Gletscher zählen zu den wenigen, die in den letzten Jahren an Grösse zugenommen haben. Ihre Gletscherzunge reichen bis tief in den Urwald hinein.

Unsere letzte Wanderung an der Westküste unternahmen wir am Cape Foulwind südlich von Westport. Der Weg beginnt an der Tauranga Bay. Auch hier soll eine Robbenkolonie beheimatet sein. Wir bekamen jedoch keine zu sehen.

 

Unsere nächste Station war der Abel Tasman Nationalpark, einen der bekanntesten Wandergebiete Neuseelands. Den “Abel Tasman Coastal Track”, ein 51 km langen Weg, kann man auch in Teilstücken bewältigen.

Auf bestens angelegten und gepflegten Wegen führte unsere Wanderungen im stetigen auf und ab über die Bark Bay zur Torrent Bay. Hier ließen wir uns wieder von einem Wassertaxi abholen. Verwundert waren wir über die vielen Wanderer, die zu dieser Jahreszeit unterwegs waren. Welche Scharen müssen erst im Sommer hier anzutreffen sein?

Am nächsten Tag fuhren wir der Tasman Bay entlang über Nelson nach Picton. Schönster Streckenabschnitt ist hier die Strecke von Havelock über den Queen Charlotte Drive nach Picton. Auf dieser Strecke ergeben sich herrliche Ausblicke auf die vielen Buchten und Wasserstrassen, die die Marlborough Sounds berühmt gemacht haben.

Zunächst durchfährt man den Queen Charlotte Sound um dann zur Cook Strait zu gelangen, die die Süd- und Nordinsel von einander trennt.

In Kaiteriteri nahmen wir uns ein Wassertaxi und fuhren der Küste entlang zur Tonga Bay. Unterwegs kamen wir am “Split Apple Rock” vorbei und bei Tonga Island bekamen wir auch Robben zu sehen.

Wir waren jedenfalls froh, dass wir diese herrliche Landschaft in Ruhe genießen konnten. Zwischen Laub- und Nadelbäume ragen auch hier meterhohe Baumfarne empor.

In Picton mussten wir unseren uns lieb geworden Mitsubishi wieder abgeben. Mit der Fähre ging es in drei Stunden zu Nordinsel.

Hier geht es zum Bericht über die Nordinsel.